Da Doud vo Schtraubing

Da Doud vo Schtraubing
Art.-Nr.: 582
Ein Gäuboden-Totentanz von Hans Vicari mit 24 Holzschnitten von Gunter Bergmann. Balladentexte in niederbayerischem Dialekt, sowie in deutscher Sprache.
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Beschreibung
Seit dem Spätmittelalter gibt es in Frankreich, in der Schweiz und in Deutschland Totentänze. Sie sind zentrales Thema in Kunst und Literatur. Die Hinfälligkeit des Menschen, das Sterben in jedem Alter, das Hinscheiden nach großen Seuchen und Epidemien, das unumstößliche, irreversible Weggehen aus dem Leben erstaunt und erschreckt den Menschen zu allen Zeiten. Der Tod wird personifiziert. Die Menschen sprechen mit ihm, wollen ihn auch überreden, dass er noch nicht seine knöcherne Hand nach ihnen ausstreckt. Die Unerbittlichkeit des Todes, das radikal Unausweichliche erschaudert den Menschen zutiefst. Bildliche Darstellungen des Knochenmannes, der Sense schwingend und tänzelnd den noch Lebenden und den bald Verwesenden umgarnt, sollen den Betrachter erschüttern und an den eigenen Tod denken lassen, ihn zu einem gottgefälligen Leben auf Erden in bußfertiger Weise anhalten. Im Totentanz "Da Doud vo Schtraubing" tritt der Tod als substanzieller Knochenmann auf, der sich in seinem Verhalten den lebenden Menschen angleicht, oftmals lodert Freude in seinem unerbittlichen Tun auf. Neben ihm handeln, musizieren und tanzen kleine Gerippe, es sind seine Gesellen, die im zuarbeiten und helfend zur Seite stehen. Da "Doud vo Schtraubing" ist ein eigenartiger Erklärer und Schilderer, ein Geschichtsführer durch die Historie der Stadt. Er denkt und spricht wie die Niederbayern, triumphiert dennoch über sie, rafft alle hinweg, mit denen er zu tun hat. Der Tod ist stets von Anbeginn an ein überlegener Partner der Straubinger in ihrer Stadt und in ihrem Umland. Er weiß um seine Macht, die er vom Allerhöchsten als Auftrag erhielt. Die Straubinger, die seiner ansichtig werden, wissen genau, jetzt ist es um sie geschehen, sie müssen sterben. Die 24 Schwarz-Weiß-Holzschnitte entsprechen den 24 Stunden eines Tages und versinnbildlichen das immerwährende Leben und Sterben der Straubinger in ihrer langen Geschichte. Den 24 Holzschnitten sind 24 Episoden in niederbayerischem Dialekt angegliedert, die auch in deutscher Schriftsprache gesetzt sind.

Datenblatt

ISBN 978-3-942742-91-7
Autor Vicari Hans
Einbandart Hardcover
Seitenanzahl 359
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